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            Berichte Vereinstätigkeiten, Reiseberichte, Interessantes

  • Gemeinsamer Bericht zur Istrien-Trainingswoche 2017 von Mike Matthews und Heidrun Bratschi
  • Jahresbericht 2017 - Worte des Präsidenten
  • Jahresbericht Je-ka-mi Touren 2017 von Hansjörg Baumann
  • Jahresbericht der P1 Touren 2017, von Paul Rissi
  • Jahresbericht P2 2017, von Andy Haller


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Heidi Bratschi
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Mike Matthews

Gemeinsamer Bericht zur Istrien-Trainingswoche 2017 von Mike Matthews und Heidrun Bratschi

Heidrun: Nach den guten Erfahrungen im Vorjahr brauchte es von unserem Organisator Hansjörg Baumann nur wenig Überredungskünste, um die VCS’ler für einen neuerlichen Ausflug nach Istrien zu begeistern. Für Hans-Peter und mich sollte es eine Première sein, da wir im Vorjahr wegen Terminüberschneidungen leider nicht an der VCS-Trainingswoche teilnehmen konnten. Mike hingegen gilt diesbezüglich als „Wiederholungstäter“ und berichtet im Folgenden aus seiner Sicht über unsere Reise.

Bezüglich Anreise sind Mike und ich uns einig: Es hat wirklich alles tiptop geklappt!

Mike: Am 28. April, abends um 10 Uhr begann unsere Kroatien-Reise mit „Wicki Carreisen“ am Bahnhof Killwangen bei Schneeregen und ungewöhnlich tiefen Temperaturen. Ich selber war froh um die folgenden ruhigen Stunden, um mein linkes Knie etwas zu schonen. Beim nachmittäglichen Transport von Velo und Gepäck zu Hansjörg war ich am Würenloser Stutz ins Rutschen gekommen und habe mir ein paar Schürfwunden und wohl auch eine Prellung eingefangen…

Nach einer knapp 10stündigen, problemlosen Fahrt durch den Gotthard und vorbei an Mailand und Triest erreichten wir unser Reiseziel Istrien morgens um acht bei strahlendem Sonnenschein und checkten wie im Vorjahr im Hotel Valamar Pinia ein.

Heidrun: Da wir für den Zimmerbezug definitiv zu früh dran waren, gönnten wir uns erst einmal ein stärkendes Frühstück. Danach marschierten einzelne VCS’ler dem Meer entlang ins gut 2 km entfernte, pittoreske Poreç, während andere ihre Beine auf einem Liegestuhl am Strand oder am Pool ausstreckten. Anfang Nachmittag war es dann soweit: Wir konnten unsere Zimmer beziehen, zogen uns fix um, schnappten unsere Velos und brachen alle zusammen zu einer ersten „Angewöhn“-Ausfahrt unter der Leitung von Andy Haller auf. Auf dieser kurzen 35km-Runde erhielten wir einen ersten Vorgeschmack auf die Herausforderungen der kommenden Woche in Bezug auf den Strassenzustand und die mehr als anspruchsvolle Topographie…

Mike: Ab Sonntag haben wir uns in drei Velo-Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe stand unter der gemeinsamen Führung von Andy Haller und Hansjörg Baumann. Die zweite Rennvelo-Gruppe war mit der hübschen Yvonne von Istria-Bike unterwegs und unsere E-Bike-FahrerInnen erkundeten die Gegend mit Robert als Tourenleiter.

Im Laufe der Woche besuchte die Yvonne-Gruppe mit Hans-Peter Bratschi, Paul Rissi und mir unter anderem den Limski Kanal, Motovun, Groznjan und Novigrad. Wir hatten – trotz einer rassigen Durchschnittsgeschwindigkeit von 25.5 Km/h - wirklich viel Spaß zusammen. Einmal lieferte sich der Pauli sogar ein Rennen mit unserer Yvonne, das äusserst knapp zu Gunsten von Yvonne (als Triathletin!) ausging.

Heidrun: Die meisten VCS’ler reihten sich in der kommenden Woche am Hinterrad von Andy oder Hansjörg ein. Je nach angekündigter Route (oder den Wetteraussichten) waren so jeweils zwischen 8 und 12 Fahrern und Fahrerinnen in der malerischen und unglaublich grünen Landschaft Istriens unterwegs. Unser Tourenprogramm sah im Detail wie folgt aus:
Sonntag: 74 Km und über 1060 Hm (!) ins zauberhafte Künstlerdorf Groznjan, mit Kaffeehalt in Buje und Rückfahrt über den Damm bei Novigrad mit einem letzten 13%-Schluss-Anstieg…
Montag: 86 Km und wieder über 1100 Hm zum Limski-Kanal mit rassiger Abfahrt und ebenso steilem Gegenanstieg, einem Abstecher nach Rovinj (Kaffeehalt) und Rückfahrt an einer wunderschönen Burgruine vorbei. Bei einem weiteren Anstieg wurde Rolf von Burg für seine Hilfestellung bei Albert leider schlecht belohnt, indem er den einzigen Plattfuss unserer Ferien einfing…
Dienstag: Der Küstenstrasse entlang wieder über den Damm und via Novigrad an den Mirna-Kanal. Hier folgte die einzige längere, nahezu topfebene Strecke bis zum Fuss des Berges mit dem Trüffel-Städtchen Motovun on top. Während Ernst Mösli, Kurt Strassl und Albert Blatter zusammen mit Andy sich den letzten steilen Aufstieg sparten, hatten Jacky und Ursi Treier, Otto Moser, Rolf und ich dank Hansjörg und Christine Baumann, die auf unsere Drahtesel aufpassten, Gelegenheit, das Städtchen ausführlich zu besichtigen, was mit unseren Veloschuhen auf dem extrem unebenen Kopfsteinpflaster eine echte Herausforderung war…
Donnerstag: Den vormittäglichen Regen nutzte ein 6-köpfiger Trupp mit Andy für einen Spaziergang nach Poreç und die Besichtigung der zum UNESCO Weltkulturerbe zählenden Euphrasius-Basilika. Nachdem die Sonne doch noch durchgebrochen war, nahmen Jacky und Ursi mich mit ihren E-Bikes in die Mitte und so radelten wir in halsbrecherischem Tempo doch noch eine kleine 40km-Runde ab. Ich gebe zu, ich war kurz davor, mein Rennrad weg zu schmeissen und mir auch so einen Elektrotöff zuzutun…
Auch der Freitag, unser letzter Velotag, startete morgens mit Regen. So brachen wir mit etwas Verspätung um 12 Uhr zu unserer letzten, 50 km langen „Abgewöhn“-Fahrt auf, auf der uns Andy, immer auf Nebenstrassen, nochmals die Highlights von Istriens Hinterland präsentierte. Dass uns in einem langen Anstieg die Speedtruppe mit Mike, Paul und Hans-Peter überholte, sei nur am Rande erwähnt – im Flachen hätten sie das nie geschafft… ;-))

Mike: Eines Abends im Hotel, besuchte ich zusammen mit ein paar weiteren VCS’lern eine Präsentation von Herrn Fritz Buchalter für ein professionelles "Bike Fitting". Der Vortrag drehte sich in erster Linie um die richtige (sprich: beschwerdefreie) Velo-Sitzposition, befasste sich aber auch mit verwandten Sportverletzungen und Fehlstellungen. Es war sehr faszinierend und auch schmerzhaft, je nach Standpunkt (Zuhörer oder Anschauungsobjekt).

Am Mittwoch war offizieller Ruhetag. Während Andy für 4 Teilnehmer eine Sonderfahrt mit dem Velo organisierte, folgten fast alle übrigen VCS’ler dem Vorschlag von Jacky und Ursi und gönnten sich eine gemütliche Schifffahrt nach Vrsar, in den Limski-Kanal und nach Rovinj. Während wir bei den Landgängen ins Vrsar und Rovinj unser Bedürfnis nach Sightseeing, Kaffeepausen und etwas Shopping befriedigen konnten, wurden wir während der Bootsfahrt mit einem feinen Menü und (je nach dem) auch viel Wein verwöhnt. Als besondere Überraschung erwarteten uns bei unserer Rückkehr im Hafen von Poreç drei der „Daheimgebliebenen“, so dass wir die Gelegenheit nutzten, den Tag auf einer wunderschönen Dachterrasse auf einem mittelalterlichen Wehrturm bei einem feinen Apéro ausklingen zu lassen – da sage noch einer, Velofahrer könnten nicht geniessen…

Heidrun: Überhaupt das Essen! Jeden Tag starteten wir mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet in den Tag, futterten unterwegs zu einem Kaffee oder einer Cola Powerriegel und Bananen, überbrückten die Zeit zwischen Heimkehr und Nachtessen mal mit einer Pizza oder mal mit einem Teller Kalamari und beendeten schliesslich unseren Essensmarathon mit einem (sehr) üppigen Znachtbuffet. Dieser kulinarische Rundlauf wurde am Dienstag-Abend, 2. Mai, überraschend unterbrochen: Anlässlich von Ruth Giacomellis Geburtstag bekam unsere Truppe einen eigenen Riesentisch mitten im Speisesaal und wurde am Ende mit einem sensationellen Geburtstagskuchen verwöhnt. An dieser Stelle nochmals herzliche Gratulation an Ruth und vielen Dank für die sehr gelungene Überraschung an Röbi Giacomelli!

Mike: Fast jeden Abend während der Woche besuchten wir für einen Schlummertrunk noch die nahe gelegene, berühmte Willy‘s Bar, die eine warme und willkommene Atmosphäre hat. Tagsüber hielten sich die Restaurant-Aufenthalte in unserer Gruppe in Grenzen. Trotz dem mehrheitlich sonnigen und warmen Wetter mit angenehmen 18 bis 22 Grad lag unserer Leiterin Yvonne nicht viel an Kaffeehalten auf lauschigen Terrassen. Aus uns nicht näher bekannten Gründen hielt sie jeweils nach rund 20 Km irgendwo am Strassenrand an und wartete wohl, bis sich alle wieder etwas erholt hatten… Nur zweimal hatten wir eine Pause einem Plattfuss zu verdanken (kein VCS-Fahrer!) und glücklicherweise wurde unsere rasante Fahrt auch nie von einem Unfall unterbrochen.

Am Samstag, 6. Mai, hiess es auch schon wieder Abschied nehmen. Morgens um 8 Uhr holte uns der Wicki-Car vor dem Hotel ab. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen wir nach einer tollen Velo-Woche Abschied von Kroatien und liessen uns ohne Stau oder sonstige Verzögerungen sicher und ruhig nach Hause chauffieren. Dass das Wetter, je weiter nördlich wir reisten, immer schlechter wurde, konnte uns nichts mehr anhaben. Auch nicht, dass wir bei unserer Ankunft gegen 19 Uhr abends am Bahnhof Killwangen von "typischem" Aargauer (Regen-)Wetter begrüßt wurden…

Mike und Heidrun im Namen aller Teilnehmenden: Ganz herzlichen Dank an Hansjörg und Christine Baumann für die einwandfrei organisierte Velowoche und ebenso herzlichen Dank an Andy Haller und Hansjörg für die sensationelle Tourenplanung und die wie gewohnt souveräne Leitung unserer Ausfahrten. Und nicht zuletzt ein grosses Merci an alle Mitreisenden für Ihr aktives Mitmachen, die gute Stimmung und die tolle Kameradschaft. Wir freuen uns schon auf eine Neuauflage der VCS-Veloferien im 2018!


Gruss, Mike Matthews und Heidrun Bratschi


              

                   

Jahresbericht Je-Ka-Mi-Touren G3 2017 von Hansjörg Baumann





 

Jahresbericht Plauschtouren G1 2017 von Paul Rissi



         

 

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